Gründung der Schützenkapelle 1963

1963 - 1973

1965

Ein neues Kapitel des Holzheimer Musiklebens wurde 1963 aufgeschlagen. Auf Initiative von Schmiedemeister Josef Wegele und Josef Ade wurde die heutige Schützenkapelle gegründet. Am 6. Januar 1963 beschloss der Schützenverein Holzheim gegr. 1904 e.V., eine Musikkapelle aus seinen Reihen zu gründen. Am 29. Januar nahmen 16 blasmusikbegeisterte junge Männer (Johann Madel, Gerhard Pietschmann, Konrad Riesenegger, Johann Stöckle, Karl-Heinz Kölle, Franz Wegele, Rudolf Giertler, Erwin Hartmann, Albert Stadler, Konrad Hiller, Karl-Heinz Jehle, Roland Pietschmann, Kurt Fahrner, Richard Hartmann, Fritz Sonntag und Franz Willbold) unter der organisatorischen Leitung von Josef Ade und der musikalischen Leitung von Ferdinand Kirsch, Illerzell, ihre Probentätigkeit im Gasthaus „Schreiber“ auf.

Sie konnten sich bereits am Volkstrauertag desselben Jahres öffentlich als „Schützenkapelle“ präsentieren. Mit viel Engagement und Begeisterung, vor allem von Seiten des Ausbilders und Dirigenten Ferdl Kirsch, formte sich nach und nach eine Kapelle, die sich in den folgenden Jahren bei vielen Auftritten bewährte, nicht zuletzt auch deshalb, weil sich immer mehr junge Leute der Blasmusik verschrieben.

Höhepunkte waren 1964 das Mitwirken beim 60-jährigen Gründungsjubiläum des Holzheimer Schützenvereins, 1965 das erste Wertungsspiel beim ASM-Musikfest in Bubenhausen, sowie das Gründungsfest im neu angeschafften Trachtenanzug, 1966 das gegebene Weihnachtskonzert in der TSV-Halle und 1967 das 1. Vatertagswaldfest auf dem Kellerberg, mit dem eine alte Tradition wieder auflebte.

Ganz nebenbei festigte sich die Kapelle bereits 1965 als Unterabteilung des Schützenvereins mit eigener Vorstandschaft unter der Leitung von Josef Ade. Eine ausgezeichnete Kameradschaft, neu mitmachende Blasmusikfreunde, großzügig gewährte Unterstützungen ideeller und finanzieller Art und vor allem die Persönlichkeit Ferdl Kirsch motivierten die Kapelle, sich stetig aufwärts zu entwickeln. 1968 war man bereits Festkapelle in Altheim/Weihung und Strümpfelbach/Remstal und 1969 spielte man erstmalig in der Mittelstufe beim Münchner Oktoberfestumzug mit. Der erste Auslandsaufenthalt in Zams/Österreich schloss sich an, 1972 der zweite dort und 1973 wurde das schon erwähnte 10jährige Gründungsfest der Schützenkapelle mit einem ASM-Musikertreffen erfolgreich organisiert.

 

1974 bis 1988

1975  1988

Nachfolger von Josef Ade in der Führung der Schützenkapelle Holzheim wurde 1974 Xaver Stadler, 1975 gab Ferdinand Kirsch die musikalische Leitung an Ferdinand Gebhard weiter, 1976 wurde die Verbindung ins pfälzische Frankweiler geknüpft. Josef Ade wurde zum Ehrenvorsitzenden, Ferdl Kirsch zum Ehrendirigenten ernannt. Unvergessen für alle Musiker war 1977 die 14-tägige Reise der Schützenkapelle Holzheim in die USA und zu den Niagarafällen/Kanada.

Das folgende Jahr 1978 stand im Zeichen der Gründung der Jugendkapelle, die beim Konzert ihr Debüt gab, 1979 sah man die Kapelle beim 57. Lechgau-Trachtenfest in Aktion.

Zünftig spielten 1980 die Holzheim Musiker beim örtlichen Dorffest und beim Neu-Ulmer Bürgerfest im Vorwerk, konzertant wieder 1981 beim traditionellen Osterkonzert und beim ASM-Bezirksmusikfest in Weißenhorn. 1982 komponierte Ferdl Gebhard die „Holzheimer Schützenpolka“, die Karin Lenz-Binder und Franz Wegele gesanglich bei der Uraufführung anlässlich des Jahreskonzerts interpretierten und die in einer Schallplatten- und Kassettenaufnahme in die unterschiedlichsten „Schallarchive“ ging. Drei Tage gastierte die Kapelle in Ürzig an der Mosel. 1983 beging die Schützenkapelle ihr 20-jähriges Gründungsfest mit einem ASM-Bezirksmusikertreffen in großartiger Weise.

Ebenfalls beteiligte man sich an der Produktion einer Schallplatte, die das Musikgeschehen im Landkreis Neu-Ulm wiederspiegeln soll. Im Jahre 1984 wurde Vorstand Xaver Stadler durch Josef Wegele abgelöst. Die Waldfesthütte wurde renoviert, ebenfalls konnte das alte Feuerwehrhaus als Lagerraum ausgebaut werden. Ein eindrucksvolles Erlebnis war 1985 das Gastspiel der Schützenkapelle in Massbach/Unterfranken. Festkapelle war man in Oxenbronn beim Schützenjubiläum, musikalischer Mitgestalter bei Festen in Riedheim, Wullenstetten, Strümpfelbach oder Finningen. 1986 konnte eine durchweg positive Bilanz gezogen werden. Dazu gehörten Erfolge beim ASM-Wertungsspiel in Pfaffenhofen, Auftritte in Frankweiler/Pfalz, Börslingen, Ulm oder Neu-Ulm. Ein denkwürdiges Konzert fand im November statt. Der bisherige Dirigent Ferdinand Gebhard übergab den Taktstock an Josef Pietschmann.

In München beim Oktoberfestumzug 1987 war die Schützenkapelle wieder mit von der Partie, ebenso wirkte man bei den Festen in Schwendi, Großkötz und beim Stadtfest in Neu-Ulm mit.

Schlechte Witterung beeinträchtigte die Mitwirkung beim Papstbesuch in Augsburg. Das Jahr 1988 stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Gründungsfestes der Schützenkapelle Holzheim, verbunden mit einem ASM-Bezirksmusiktreffen.

1989 bis 1998


1992

Mit einer Fanfarengruppe, die man wieder aufleben ließ, war man 1989 zu Gast in Bamberg auf der Altenburg. 1990 kündigte der damalige Vorstand Josef Wegele bei der Mitgliederversammlung des Schützenvereins die schon in Planung stehende Baumaßnahme eines Probenraumes an das bestehende Schützenheim an. Ganz im Zeichen des Dirigentenwechsels stand 1991 das Osterkonzert in der Schulsporthalle. Der bisherige Dirigent Josef Pietschmann übergab den Taktstock an den aus Wiesloch bei Heidelberg stammenden Harald Weber. Auftritte in Gundelfingen oder Neu-Ulm folgten.

Nach langen Verhandlungen mit Land, Landkreis und Gemeinde konnte im März 1992 mit dem Bau des neuen Musikerheims begonnen werden. Und im Mai desselben Jahres wurde schon Richtfest gefeiert. Einen großen Erfolg konnte man beim Wertungsspiel in Steinheim im Jahr 1993 erzielen, musikalisch war man beim 90-jährigen Vereinsjubiläums des Radfahrvereins in Neuhausen, bei den Festen in Neu-Ulm und Steinheim oder Wullenstetten unterwegs. Der Höhepunkt in diesem Jahr war aber wohl die Musikerheimeinweihung. Auch wurde eine 2. Tonträgeraufnahme im eigenen Probenraum durchgeführt. Gemeinsam mit dem MV Pfaffenhofen, MV Beuren und der Schützenkapelle Holzheim wurde eine Marktjugendkapelle gegründet, die unter der Leitung von Ferdinand Gebhard stand.

Das Jahr 1994 stand ganz im Zeichen für das Schützen- und Musikerfest: 90 Jahre Schützenverein und 30 Jahre Schützenkapelle Holzheim. In Tübingen erhielt die Kapelle durch den Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker die PRO-MUSICA-Plakette, welche eine 100-jährige Blasmusiktradition in Holzheim auszeichnet. Nach 10-jähriger Amtszeit übergab Josef Wegele das Amt des 1. Vorstandes an den heutigen Vorstand Andreas Stadler ab.

Auftritte in Langenau, Beimerstetten, Neu-Ulm, Finningen und Weißenhorn standen 1995 auf dem Terminplan. Zum ersten Mal wurde ein Adventskonzert in der Holzheimer Kirche „St.Peter und Paul“ abgehalten. Jugendleiter Josef Pietschmann übernahm von Ferdinand Gebhard 1996 die Leitung der Marktjugendkapelle. In Wiesloch bei Heidelberg, der Heimat unseres 1. Dirigenten Harald Weber waren wir musikalisch auf Reisen. 1997 beteiligte sich die Schützenkapelle Holzheim beim Wertungsspiel in Gerlenhofen und wurde auch im Wettstreit mit vier anderen Musikkapellen zur besten Stimmungskapelle gewählt.

Zu den Höhepunkten im Jahr 1998 zählte wiederum das Osterkonzert, welches gemeinsam mit der neuformierten Jugendkapelle Pfaffenhofen-Holzheim abgehalten wurde. Zu Gast war man in Beimerstetten, Holzschwang, Nersingen, Pfaffenhofen und Weißenhorn.

 

1999 bis 2003

2000

Bereits die fünfte Teilnahme beim Münchner Oktoberfest 1999 wurde ein Höhepunkt der Kapelle, ebenso ein kultureller Ausflug nach Hamburg verbunden mit einem Musical Besuch. Im neuen Jahrtausend konnten wir unserer Patenkapelle der Trachtenkapelle Illerzell zu ihrem Vereinsjubiläum gratulieren. Durch ihren Dirigenten Harald Weber wurden im Jahr 2001 die freundschaftlichen Beziehungen zur Musikkapelle Gehrden bei Hannover bei einem Besuch gepflegt. Auch nahm man am Wertungsspiel in Roggenburg teil. Bereits im Sommer 2003 wurde das 40-jährige Bestehen der Schützenkapelle mit einem Sommerfest vor dem Schützen- und Musikerheim gefeiert. Begonnen mit einem Jubiläumskonzert am Ostersonntag, gefolgt von einem musikalischen Abend: Rückblick auf 40 Jahre Blasmusik, an dem sich neben der Schützenkapelle selbst auch die neugegründete, aus Ehemaligen, Gründungsmitgliedern und lang gedienten Musikern bestehende, „Alte Hasen“-Kapelle präsentierte.

 

Vorstände und Dirigenten

Vorstände der Schützenkapelle:

1963 - 1973: Josef Ade († 2010)
1974 - 1983: Xaver Stadler
1984 - 1994: Josef Wegele
1995 - jetzt: Andreas Stadler

 

Dirigenten der Schützenkapelle:

1963 - 1975: Ferdinand Kirsch († 2005)
1976 - 1986: Ferdinand Gebhard
1986 - 1991: Josef Pietschmann
1991 - 2005: Harald Weber
2006 - 2011: Reiner Hammerschmidt
2012 - 2017 : Marius Galvin
2017 - jetzt : Robert Stadler